Wie Sie Ihr „touristisches Ökosystem“ bestimmen und damit Ihr Angebot entwickeln

Wie Sie Ihr „touristisches Ökosystem“ bestimmen und damit Ihr Angebot entwickeln

Haben Sie sich schon einmal überlegt, dass Ökosysteme und touristische Destinationen viele Gemeinsamkeiten haben? Ein Ökosystem beschreibt das „Beziehungsgefüge der Lebewesen untereinander und mit ihrem Lebensraum“ (Michael Schaefer). Ist dies nicht bei touristischen Zielgebieten und ihren vielfältigen Angeboten ganz ähnlich?

DSC_0063

Es lohnt sich, einmal ganz systematisch zu untersuchen, wodurch ein touristisches Ökosystem – konkret: das Ihrer Destination – geprägt ist, wodurch es mitbestimmt wird und welche Anlagen für weitere Entwicklungen es aufweist. Dafür haben wir eine Assoziationswolke entwickelt, die zwar nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, aber gute Anregungen für Fragestellungen und Herangehensweisen bietet.

1. Touristische „Dimensionen“

Fragen Sie sich als erstes, was Besucher in Ihrer Region tun bzw. erleben können. Vermeiden Sie Substantive, wählen Sie unbedingt Verben! Dies ist aktiver. Also nicht „Entspannung“, sondern „sich entspannen“. Denn mit dieser Vorarbeit fällt Ihnen der zweite Schritt, die

2. Definition von Angeboten

sehr viel leichter. Stellen Sie sich, ausgehend von den oben gefundenen Dimensionen, die Frage: Wie genau kann mein Gast das tun? Wenn er sich z.B. „bewegen“ kann, dann werden Sie konkreter: Beim Radeln? Auf dem Pferd oder Boot? Am Trimm-Dich-Pfad? Je tiefer Sie in „Ihre“ Region einsteigen, desto schneller werden Sie merken, dass es vermutlich einige Angebote gibt, deren touristischen Wert Sie bisher möglicherweise erst oberflächlich definiert haben. Wie erschließen Sie z.B. den „Genießern“ Ihre regionalen Spezialitäten, wie ebnen Sie den Weg zu lokalen Anbietern, gibt es Erlebnisangebote (z.B. Kochkurse zu regionaler Küche). Oder gibt es lokale Vereine oder Know-how-Träger, vom ehemaligen Spitzensportler bis zum Professor oder Lehrer im Ruhestand, die neue interessante Angebote machen könnten? Welche spannenden Unternehmen und Erzeuger bietet Ihre Region und öffnen Einzelbesuchern oder Gruppen ihre Pforten, organisieren Führungen oder sogar Workshops?

Dieser Teil der Analyse ist die wirkliche Herausforderung, aber bietet auch am meisten Potential. Nehmen Sie sich dafür Zeit, dann fällt Ihnen auch der dritte Schritt,

3. Vermittlung/Marketing

leicht. Stellen Sie sich einfach die Frage: Wie leicht (oder schwer) ist es beispielsweise für den erwähnten Genießer, auf den Kochkurs, lokalen Winzer oder Saftproduzenten aufmerksam zu werden, einen Termin zu vereinbaren und sein ganz persönliches „Genuss-Event“ zu erleben? Sie werden feststellen: Viele dieser (potentiellen) Anbieter sind im Web nur schwer auffindbar und haben die genannten Aktivitäten „nur nebenbei“ beschrieben. Helfen Sie Ihnen! Machen Sie die Erlebnisse sicht- und buchbar, nutzen Sie dafür Tools wie z.B. Inbooma.

Ein fiktives Beispiel

Wir haben mal an einem fiktiven Beispiel  „Wald“  gezeigt,  welche Erlebnisdimensionen er bieten könnte – vom „entdecken“ über das „sich ausdrücken“ bis zu „genießen“ oder „sammeln und einkaufen“. Das kann dann noch ergänzt werden um sportliche oder Mobilitätsangebote vom Wandern über Segway-Touren bis zum Klettern.

ITB2015a

Probieren Sie es einfach mal durch! Und berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen, wir würde Sie gern mt Ihnen und anderen Lesern teilen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.